Glücklicher leben: Die Ich-will-Strategie

Wie glücklich bist du gerade? Hast du das Gefühl, dein Leben ist so, wie du es dir wünschst? Oder gibt es Bereiche, mit denen du nicht zufrieden bis? Fühlst du dich festgefahren in Situationen, die dir nicht wirklich gefallen? Dann ist es Zeit, die Dinge einmal kritisch unter die Lupe zu nehmen.  Denn ob man glücklich ist, hängt nur zum Teil von den Lebensumständen ab. Zu einem anderen Teil ist es durchaus auch eine bewusste Entscheidung, die man selber trifft. Fakten lassen sich nicht immer ändern. Aber die Einstellung dazu schon. Und glücklicher leben kann man lernen. Wir zeigen dir den Weg, wie das geht.

Fast alles im Leben ist selbstgewählt

Es gibt nur sehr, sehr wenige Dinge im Leben, die man wirklich überhaupt nicht beeinflussen kann. Krankheit zum Beispiel. Die meisten anderen Umstände jedoch sind in Wahrheit selbst gewählt: Man hat sich irgendwann dafür entschieden. Für den ungeliebten Job ebenso wie für den nervenden Partner, die zu enge Wohnung, den täglichen Arbeitsweg und und und. Natürlich hat sich das in der Situation der Entscheidung offenbar richtig angefühlt, sonst hätte man es ja nicht so gemacht. Irgendwann hat sich die Situation oder deine Einstellung dazu dann aber anscheinend geändert. Das geschieht allerdings nicht schlagartig von jetzt auf gleich, sondern ist ein Prozess. Und in diesem Prozess hast du dich – bewusst oder unbewusst – immer wieder entschieden, so weiterzumachen und keine Veränderung anzustreben. Denn in Wahrheit hat man an jedem Punkt die Entscheidungsfreiheit, welchen Weg man gehen will.

Du hast immer eine Wahl – mach was draus

Mach dir klar, dass Du an jedem Punkt deines Lebens eine neue Entscheidung treffen kannst. Jetzt sofort kannst du beschließen, den Job zu wechseln, dich von deinem Partner zu trennen, dir eine neue Wohnung zu suchen, die Stadt zu wechseln, auf Weltreise zu gehen, was auch immer. Die Frage ist nur, ob du das wirklich willst. Und ob du mit den Konsequenzen leben möchtest. Manchmal gibt es gute Gründe dafür, in einer Lebenssituation zu verharren und keine Änderung herbeizuführen. Dann jedoch ist die Lage eine völlig andere: das Ich muss ist ihn Wahrheit ein Ich will. Und das macht einen himmelweiten Unterschied. Wenn du dir das klarmachst, kannst du deine Lebenssituation neu bewerten und eine andere Einstellung dazu finden, die es dir leichter macht, zufrieden zu sein.

Raus aus der Unzufriedenheit

Der erste Schritt ist eine Bestandsaufnahme: Mach eine Liste all jener Dinge, die Dich belasten, stressen, einschränken, dir keinen Spaß machen, aber dennoch fester Bestandteil deines Lebens sind. Dann nimm dir jedes Problem einzeln vor und analysiere es gründlich. Schreib auf, was genau dich daran nervt. Überlege, welche Faktoren du daran ändern könntest. Denke dabei ganz frei, und führe die Gedankenkette komplett zu Ende. Und dann notiere, zu welchem Schluss du gekommen bist. Willst du etwas ändern? Was willst du ändern? Wie willst du das machen? Oder willst du nichts ändern und die Situation so akzeptieren, wie sie ist? Egal, wie du dich entscheidest: Schreib auf, was du tun möchtest, und zwar als Ich-will-Satz, zum Beispiel:

Ich will in meinem Job bleiben, weil ich keine Lust auf Veränderung habe.
Ich will mit meinem Partner zusammen bleiben, weil ….
Ich will mich von meinem Partner trennen, weil…
Ich will mir eine neue Wohnung suchen, weil…

…oder was auch immer dein Thema ist. Sei komplett ehrlich zu dir selbst und leg deine Beweggründe ohne jede Zensur vor dir offen. Es liest ja niemand außer dir. Denn nur wenn du ehrlich bist, kommst du zu einer Entscheidung,  mit der du deinen Frieden machen kannst. So nimmst du der Unzufriedenheit den Wind aus den Segeln. Mach dir auch klar, dass Deine Entscheidung zwar jetzt gerade gilt, sich aber jederzeit ändern kann. Denn das Leben fließt unablässig, und jeden Tag kann alles ganz anders sein. Und dann bewertest du die Situation eben neu.

Nur wer Altes loslässt, kann Neues finden

Auch interessant: Die moderne Experimentalpsychologie ist der Meinung, dass echte Lebensveränderungen nur dann gelingen, wenn man die Zelte komplett hinter sich abbricht, bevor man sich zu neuen Ufern aufmacht. Das Alte muss vollständig losgelassen werden. Wer etwas Neues anfangen will, aber das Alte „als Sicherheit“ behält, anstatt es aufzugeben, steht einem echten Neuanfang im Weg. Dann bekommt man nur das Alte in einem neuen Gewand.

Foto: rawpixel 3275 images / pixabay

 

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